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XX
Der Nackte Wahnsinn
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Spielzeit:    2001 / 2004
Premiere:   18. 10. 2001

Buch:

Regie:


Michael Frayn

Ute Weis


Die Darsteller:
Anette Fischer

Bettina Kügler

Barbara Müller

Tanja Weber

Jan Hauptmann

Hans Viktor Kohnle

Rainald Methlow

Carlo Moldenhauer

Alexander Schilz



Technik:
Brooke Ashton
(Vicky)
Poppy Norton-Taylor
(Regie-Assistentin)
Belinda Blair
(Flavia Brent)
Dotty Otley
(Mrs. Clackett)
Garry Lejeune
(Roger Tramplemain)
Selsdon Mowbray
(Einbrecher)
Lloyd Dallas
(Regisseur)
Frederick Fellowes
(Phillip Brent / Scheich)
Tim Allgood
(Inspizient / Scheich)


Udo Hartmann

Weitere Mitwirkende:
Regieassistenz:
Bühnenbauten:
Plakat:
Simone Mildner
Otto Lenz
Sophie Dobrigkeit
       
Theater als Theater im Theater. So könnte die Kurzbeschreibung lauten.
Wer schon immer wissen wollte, wie es in einem Theater so hinter den Kulissen zugeht, der ist hier genau richtig. Alles geschieht auch im 'richtigen' Theaterleben genau so, oder doch ganz ähnlich.
Das Publikum erlebt die Produktion eines Stückes ('Spaß muß sein') beispielhaft an Hand des ersten Aktes. Zunächst aus der Perspektive des Regisseurs, dann als Aufführung, aber von der Hinterbühne (Backstage) aus, und endlich als 'normales' Publikum in einer Vorstellung in der aber auch gar nichts mehr stimmt.

Michael Frayn hat mit diesem Stück einen modernen Klassiker geschrieben, der allerhand Haken und Ösen besitzt. So ist eigentlich eine Drehbühne mit zwei Ebenen (Stockwerken!) vorgesehen. Dabei unterlief ihm ein logischer Fehler, denn ein Tourneetheaterensemble, und um ein solches dreht es sich, findet sicher nicht immer Bühnen vor, die eine zweite Ebene ermöglichen. Die Drehbühne ist als Arbeitserleichterung für die Aufführung des 'Nackten Wahnsinn' gedacht.
Ute Weis setzte also erst einmal die Handlung auf e i n e E b e n e um. Unser Bühnenbauer Otto Lenz fertigte ein massives Bühnenbild, dessen Wände dennoch in einer kurzen - nur ein paar Minuten währenden - Umbaupause zum 2. Akt gedreht werden können.
Überhaupt der 2. Akt! Ein verschärfter Schwierigkeitsgrad liegt z.B. allein in der Tatsache begründet, dass das 'Backstage' (also auf sichtbarer Bühne) agierende Ensemble keinerlei Sichtkontakt zu den Akteuren 'Onstage' hat. Beide Teilensembles müssen also nach Gehör das Timing auf den jeweils anderen Teil abstimmen. Korrekturen können sich nur an den Auf- und Abtritten orientieren. Und alles läuft in mörderischem Tempo, bei völligem Stillschweigen 'Backstage'. Das ist sehr kompliziert, aber zum großen Vergnügen der Zuschauer läuft all das rund und sauber ab!