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       Bergsträßer Anzeiger,  Ausgabe für Dienstag,  07. März 2006

Bis zur Bühne ist es nur ein Katzensprung
Insider wissen das Flair des PiPaPo-Kellertheaters
zu schätzen. Die Spielstätte hat einen ganz eigenen
Charakter. Eng und gemütlich geht es zu. Man
kommt in einer heimeligen, lockeren Atmo-
sphäre zusammen, sitzt beim Wein am runden
Tisch oder leger auf dem Barhocker. Bis zur Bühne
ist es nur ein Katzensprung. Wer einmal Kellerluft
geschnuppert hat, der kommt gerne wieder.


Bild: Neu           
Das Kellertheater hat jedes Jahr zwei bis drei erfolgreiche Eigenproduktionen im Programm, die nicht nur Stammpublikum anlocken. Für Bensheimer ist das Haus mit seinen zahlreichen Gastspielen zudem eine wahre Fundgrube.
Vor 30 Jahren waren es die Erdferkel, die den Keller mit Theaterluft erfüllten.
Vor 17 Jahren bekam der Verein einen neuen Namen und heißt seitdem PiPaPo Kellertheater.

Das Kulturelle Innenleben hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anpassungsprozess durchgemacht.
Geblieben ist die Plattform auf der Amateure auf hohem Niveau Theater spielen.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Hinter dem Programm stehen Schauspieler, die die Auf-führungen in Eigenregie planen und gestalten. "Alte Hasen" wie Carlo Moldenhauer, Hans Viktor Kohnle oder Norbert Jakob sind ebenso mit von der Partie wie
junge Leute.
Dr. Rehm ist froh darüber, auf ein so altersgemischtes Ensemble zurückgreifen zu können. Nicht zuletzt vereinfacht das die Aus-wahl eines Stücks. Egal welche Rolle ein Stück verlangt, sie lässt sich auf jeden Fall gut besetzen.

Generationsübergreifend ist auch das Publikum. Junge und ältere Menschen füllen gleichermaßen
die Zuschauerreihen.
Der Vereinsvorsitzende und Regisseur Dr. Jürgen Rehm zieht für die laufenden Eigenproduktionen eine positive Zwischenbilanz.
Die "Pension Schöller" war eben-
so ein Besuchermagnet wie das Kindertheater mit dem Andersen-Märchen "Die Prinzessin und der Schweinehirt.
Die Macher sind mit der letzten Theatersaison hoch zufrieden.
Komödien kommen erfahrungs-gemäß am besten an, "intellekt-uelle Stücke" haben es dagegen meist schwerer.

Auf der Bühne stehen durchweg Amateure. Sie investieren viel Zeit neben ihrem eigentlichen Beruf
und nehmen vor allem dann wenn die Premiere naht, eine Menge Stress auf sich.
"Alte Hasen" und junge
Talente produzieren
reihenweise Publikumserfolge
"Urmel aus dem Eis" standen ebenso auf dem Programm wie weniger Be-kanntes. Die Bühnenbilder sind stets eine Augenweide. Das PiPaPo hat jenseits des Theaters ein breit ge-fächertes Angebot. Chansons und Kabarett sind hier ebenso zu Hause wie Bands, die sich bereits einen Namen gemacht haben oder noch
am Anfang stehen. Die Gastspiele ergeben eine bunte Mischung,
die für jeden etwas bietet. Die Besucherresonanz in diesem Bereich ist jedoch alles in allem eher durchwachsen.
"Wir sind ein offenes Haus", betont Dr. Jürgen Rehm.

Das Kellertheater dient als Plattform für Schulbands und Schultheatergruppen. Hier können sie auf die Erfahrungen des Licht-
und Tontechnikers zurückgreifen, die Ausstattung nutzen und selbst erste Erfahrungen auf den Brettern machen, die die Welt bedeuten. Eine wichtige Klammer zum Goethe-Gymnasium bildet Dr. Rehm. Dort unterrichtet er Deutsch und führt eine Theater-AG, die selbst mit klassischen Stücken von Shake-speare in Englischer Sprache auf sich aufmerksam machte.
                            Monika Hälker
 Das Kindertheater ist eine  besondere Stärke des PiPaPo.
 Zum einen ist es in Bensheim  konkurrenzlos, zum anderen  überzeugt die Qualität.
Die bunten, bilderreichen Inszenierungen, mit Musik untermalt, sorgen für Atmo-sphäre. Hits für Kids wie der "Räuber Hotzenplotz" oder