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Der "Bergsträßer Anzeiger" über die Kindertheater-Premiere 2011:

"Aladin und die Wunderlampe" von Frank Pinkus

»Aladin und die Wunderlampe« : Orientalisches Märchen mit viel Charme
Bergsträßer Anzeiger
12. November 2011

PiPaPo-Theater: Neues Kinderstück hatte Premiere

BENSHEIM.   Ein Hauch von 1001 Nacht weht durch das PiPaPo-Kellertheater. Mysteriös, geheimnisvoll und voller Zauber: Mit der Eigenproduktion des Kinderstücks "Aladin und die Wunderlampe" nach einer Märchenkomödie von Frank Pinkus nehmen die Theatermacher um Regisseurin Dr. Carolin Banasek-Richter die kleinen Besucher mit in eine rätselhafte Märchenwelt des Orients. Die Inszenierung erlebte am Mittwoch eine rauschende Premiere.

Die einstündige Vorstellung kommt temporeich mit einer ausgewogenen Mischung aus Spannung und Witz daher. Von der ersten bis zur letzten Minute fesselt sie die großen wie die kleinen Besucher.

Das Märchen beginnt in Bagdad. Vor einem Bühnenbild aus prachtvollen, hellen und verwinkelten Häuserfassaden mit Erkern und runden Fensteröffnungen startet die Reise in die orientalische Märchenwelt. Aladin ist ein armer, aber abenteuerlustiger Sohn eines verstorbenen Schneiders. In seiner Lage ist er ein einfacher Fang für einen "bösen" Zauberer.

Dieser gibt sich als sein Onkel Mustafa aus und erkauft sich die Sympathien und das Vertrauen der Menschen mit Gold und Geschmeide. Die Kinder im Publikum erahnen in ihrem feinen Fingerspitzengefühl bereits, dass der Figur nicht zu trauen ist.

Und tatsächlich erweist sich der Onkel als Bösewicht, lässt Aladin in eine Grotte hinabsteigen und will nur eines: die dort versteckte Öllampe. Darin ist der mit magischen Kräften ausgestattete Zauberer Baba eingeschlossen. Dank der Warnungen aus den Publikumsreihen verwehrt Aladin die Herausgabe der Leuchte. Fast hat sich der arme Sohn des Schneiders schon damit abgefunden, in der Höhle zu verenden, als ihm ein wunderbarer Ring auf die Sprünge hilft.

Damit zaubert er den süßen Wurzelzwerg in orientalischem Kostüm mit klirrenden Pailletten herbei. Die Figur steckt mit dem lispelnden "S" voller Witz und Charme und kommt mit kindlichem Temperament daher.


Helfer aus der Lampe

Aladin hat mit der Lampe einen weiteren Helfer, wie sich alsbald herausstellen sollte. Mit einem lauten Donner entschlüpft ihr Baba. Die schwarzhäutige Figur mit einem lila glitzernden Turban wirkt ein bisschen behäbig, ist aber die Liebenswürdigkeit in Person.

Aladins Mutter verkörpert die Erfahrung und Weitsicht einer gestandenen, lebenstüchtigen Frau. Sie erkennt sofort, als sich ihr Sohn im emotionalen Auf und Nieder der Verliebtheit bewegt. Seine Auserwählte ist die Prinzessin, bei der sich ebenfalls das Feuer des Liebesglücks entfacht. Ihr Vater, seines Zeichens Sultan, scheint von einem eher halbseidenen Zuschnitt zu sein. Er präsentiert sich als raffgieriger Erdenbürger, der beim Anblick von Gold und Silber dahin zu schmelzen scheint. Die Inszenierung scheut keine Mühen, den Zauber des märchenhaften Orients auf der Bühne zu spiegeln.

Ob in Schlössern und Burgen, Höhlen und Grotten: Man baute mit stets wechselnden Bildern eine jeweils für den Ort des Geschehens prägnante Atmosphäre auf. Der Ausflug in die fantastische Welt wird nicht zuletzt durch die farbenprächtige Vorstellung sowohl für Kinder als auch Erwachsene ein besonderes Erlebnis.


Es spielten: Hendrik Hoffmann, Laura Hoffmann, Björn Kawecki, Larissa Odobasic, Estella Tambini, Renate Westphal.
Bühnenbau: Oliver Staffelt, Bühnenbild, Dr. Carolin Banasek-Richter, Björn Kawecki,
Technik: Guildo Frantz,
Regieassistenz: Angela Galvano, Lukas Ritter.
Die Regie führte Dr. Carolin Banasek-Richter.

moni

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