Der "Bergsträßer Anzeiger" über die Kindertheater-Premiere im Oktober 2009:
"Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt"
Abenteuerreise mit dem "Fliewatüüt"
PiPaPo-Kindertheater: Fantasievolle Inszenierung nach dem bekannten Buch von Boy Lornsen / Regie führte Carolin Banasek-Richter
BENSHEIM.
"Hatschi!" - Niesend liegt Tobias Findteisen, kurz Tobbi genannt, im Bett und
wird von seiner Tante Paula mit Kamillentee versorgt.
Tobbi ist aber nicht nur erkältet - er ist auch noch Erfinder eines Transportmittels,
das fliegen, schwimmen und fahren kann: ein Fliewatüüt. Sein einziges Problem:
Wie soll er das Gerät bauen und zum Fliegen bringen?
Mitten in der Nacht taucht die Lösung auf, als es am Fenster klopft und ein
Roboterjunge davorsteht. Rob 344-66/IIIa, kurz Robbi, teilt dem verblüfften Tobbi
mit, dass er die Pläne für das Fliewatüüt heimlich entwendet hat. Er hat das Gerät
als Teil seiner Roboterprüfung nachgebaut hat und dieses steht nun fahrtüchtig bereit.
Drei Aufgaben lösen
Robbi muss aber für seine Roboter-Prüfung noch drei Aufgaben lösen:
1. Wie viele Treppenstufen hat der gelb-schwarz-geringelte Leuchtturm?
2. Wer steht am Nordpol und fängt mit "Z" an? und
3. Suche die dreieckige Burg mit den dreieckigen Türmen und ergründe ihr Geheimnis!
Dafür braucht er allerdings einen menschlichen Helfer - und so entschließt Tobbi
sich spontan dazu, seine Schulferien zu nutzen und den Roboter auf seiner Reise
zu begleiten. Nachdem das feuerrote Fliewatüüt mit Himbeersaft betankt ist, kann
es auch schon losgehen.
Auf ihrer Reise bestehen Robbi und Tobbi allerlei gefährliche Situationen, sie
erleben aufregende Abenteuer und begegnen merkwürdigen Gestalten. Der glückliche
Matthias, Hüter des gelb-schwarz-geringelten Leuchtturms, erzählt ihnen von seinem
Kampf mit einer kitzligen und schwerhörigen Riesenkrake. Ausgehender Treibstoff
zwingt die beiden schließlich zu einer Notlandung am Nordpol, wo sie fast zu
erfrieren drohen. Und eigentlich ist doch der Nordpol auch noch nicht die Endstation
der aufregenden Reise!
Mit der fantastischen Geschichte um "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" hat sich
das Ensemble des PiPaPo-Kellertheaters zum 20-jährigen Jubiläum ein besonderes
Schmankerl für das Kindertheater ausgesucht. Das Stück basiert auf einem Kinderbuch
des Sylter Autors Boy Lornsen und hat seit seiner Erscheinung im Jahr 1967 nichts
von seinem Charme verloren.
Liebevolle Inszenierung
Auch am vergangenen Donnerstagabend wurden große und kleine Zuschauer in eine
liebevoll inszenierte Fantasiewelt entführt. Besonders originell wurden die
Übergänge zwischen den einzelnen Szenen gestaltet. Das Publikum wurde bei
geschlossenem Vorhang durch eine Geräusch- und Gesprächskulisse sanft mit auf
die Reise der Protagonisten von einem Ort zum anderen genommen.
Im sehr persönlichen Ambiente des Kellertheaters konnten die Zuschauer in mal
heiteren, mal schaurig-schönen oder nachdenklichen Situationen die aufregende
Reise zweier Freunde sehr unmittelbar miterleben.
Die engagierte und fesselnde Leistung aller Mitwirkenden wurde am Ende neben
langem Applaus auch mit lauten Bravo-Rufen honoriert. Zusätzlich zur Erstaufführung
der neuen Kindertheater-Produktion gab es eine weitere Premiere an diesem Abend:
Regie führte erstmals Carolin Banasek-Richter.
Die Mitwirkenden: Samuel Ulbricht (Tobbi), Benedikt Kunz (Robbi),
Renate Westphal (Tante Paula/Nessie),
Carlo Moldenhauer (der glückliche Matthias/Sergeant McDaddle/ Bühne und technische Einrichtung),
Carolin Schreiber (Nu-Nu/Polly McMouse), Martin Knittel (Na-Na/Sir Joshua),
Tanja Weber (Ghosty), Oliver Staffelt (Dr. Obenauf/Chefinspektor McDuffle),
Joshua Schellenschläger/Guido Frantz (Technik), Dr. Carolin Banasek-Richter (Regie),
Angela Galvano (Regieassistenz).
sr